In Sasbach angekommen gingen wir auf
den Spuren des alten Rheins. Wir mussten ein wenig durch ein Waldstück
gehen und sahen viele Buschwindröschen (früher Bettseicherle genannt) blühen.
Ein Eichhörnchen sprang von Baum zu Baum. Nach kurzer Zeit standen wir
auf einem hohen Flussdamm, der bis nach Basel führt.
Herr Schäfer erklärte, dass aus dem Steinbruch die Steine als
Baumaterial verwendet wurden, um so einen sicheren Damm zu bauen. Der
Sturm Lothar hatte schwere Schäden verursacht, die noch deutlich zu sehen
waren, und die so schnell wie möglich beseitigt werden müssen. Sonst hätte
es schlimme Folgen.
Nun legten wir die erste Rast ein. Müde!
Am Limberg oben sahen wir eine Mauer (alte Burganlage), dunkles Gestein
ist von einem alten Vulkan (zwei Lavaströme) vorhanden.
Was sahen wir ?
Helle Asche vor sich hergeschoben; manchmal wurde sie in Steinfetzen in
die Luft geworfen (Steinbomben). Die drei Lavaströme waren an der Wand
ganz toll zu erkennen. Nun ging es sehr steil nach oben. Am Wegrand
beobachteten wir die Pflanzenwelt. Immergrün ließ uns erkennen, dass
dort Menschen einmal gesiedelt haben.
Oben legten wir wieder eine Pause ein und staunten über den
eindrucksvollen Blick nach Süden. Der Rhein selbst in seinem durch die
Rheinkorrektur (1830 - 1870) geschaffenen 200m breiten beiderseits von
festen Dämmen eingefassten Bett. Auf ihnen verläuft der Leinpfad. Die Südseite
vom Limberg zeigte uns einen römischen Wachturm.
Starke Niederregen verursachen immer wieder Schäden, weil der Berg
rutscht.
|


|
In schweren Notzeiten trugen fromme
Männer die Statue bis auf den Litzelberg. Dort vermochten Sie aber nicht,
sie von der Stelle zu bewegen. So wurde eine Kapelle gebaut. Heute ist sie
Kleinod und Zufluchtsstätte. Unten in Sasbach angekommen, gingen wir an
alten Fischerhäusern vorbei, in die kath. Pfarrkirche St. Martin.
Eine Ursiedlung und Urkirche des Breisgaus. Im romanischen
Glockenturm präsentiert sich ein Rest der Kirche des 12 Jh.
Daneben, vom Friedhofsgelände überdeckt, stecken Fundamente der
Sasbacher Königskirche (8. / 9. Jh.) im Boden.
Eine besondere Auszeichnung und Formenspiel (Schwarzmarmorfassungen mit
Golddekor) zeigen ein schönes Farbenspiel und historische Tradition,
interessante kunstgeschichtliche Beziehungen der Wallfahrtskapelle auf den
Litzelberg und der Pfarrkirche St. Martin. Nun, am Ausgangspunkt
angekommen, stellen wir fest, dass es kein Wunder ist, warum Teile des
Limbergs unter Naturschutz stehen.
So viel über Vulkanismus und erdgeschichtliche Epochen und die
Pflanzenwelt. Wir fanden es schon staunenswert, was in solch einem kleinen
Gebiet alles zu sehen gibt. Frau Schlör versprach, den Jule–Kindern
immer wieder einmal einen Ausflug wie diesen anzubieten.
Wir Jule–Kinder aus Rimsingen: Luisa, Tobias, Jonas, Sarah, Bernardette
und andere.
Alle Teilnehmer bedankten sich bei Veronika Schlör und Ulrich Schäfer für
den schönen Tag und wünschten sich für die Zukunft, dass man noch
weitere solche Exkursionen unternimmt.
Wir sind wieder dabei!
|